Kleiner großer Tag der jungen Münchner Literatur

5. August 2021 | Import Export | 18–22 Uhr

Bilder: Pierre Jarawan

Der Große Tag der jungen Münchner Literatur wird 2021 kleiner, aber nicht weniger großartig: 12 Autor*innen treffen aufeinander, um die Bandbreite der jungen Literatur der Stadt zu zeigen. Ob bei Lesereihen, Slams, in Schreibwerkstätten oder Zeitschriften – die Umtriebigkeit ist groß und der Austausch wächst auch über die Genre-Grenzen hinaus. In vier Blöcken lesen Künstler*innen aus den Bereichen Lyrik, Prosa, Theatertext, Spoken Word und Lecture Performance und geben Einblicke darin, was die junge Szene der Stadt zu bieten hat.

Mit: Barbra Breeze Anderson, Lotta Emilia, Rebecca Faber, Ayşe Güvendiren, Anna Job, Annegret Liepold, Mira Mann, Tristan Schnell, Marcel Schneuer, Senka, Jan Struckmeier und Verena Ullmann.

Moderation und Kuration: Marie Arendt, Ko Bylanzky, Karolina Kühn und Tristan Marquardt.

Die Autor*innen

Foto: privat

Barbra-Breeze Anderson is a is a young Zimbabwean born and Munich based writer and from her first poetry slam in 2009 in Harare, Zimbabwe, she began to write as a means of communicate herself as a young black woman in a post-colonial African country. Her writing incorporates a blend of contemplation, observation and imagery where she tackles topics about self-identification, love, politics, migration and discrimination based on gender, sexuality, race, and religious beliefs. Her open projects consist of ‘Poetry and Music’, a creative platform that has since 2011, worked with artists through workshops, rehearsals and live performances. Under her young brand ‘Aame Creations’, she has since 2014 designed and created handmade bags, working mostly with african print, to come up with useful and exciting accessories. Barbra has since moved to Munich and she continues to be creative, performing at different spoken word events as well as organising her own events around the country. After finishing her voluntary year in 2019, she is currently working as an apprentice in the biological food sector, in the hopes of also doing something good for society and for the environment. 

Foto: Photo Buddys

Lotta Emilia ist sechsundzwanzig Jahre alt und freie Autorin, Poetin und Moderatorin. Ihre Herkunft ist im Grunde nicht so wichtig und auch angekommen ist sie noch nicht. Stattdessen ist sie ständig auf Sinnsuche – zwischen Kindheit und groß werden, zwischen Euphorie und Melancholie, zwischen stillen Worten und lauten Gedanken. Als absoluter Bauchgefühlsmensch findet sie Worte für Emotionen, soziale Konflikte und unbequeme Themen. Im Frühsommer 2017 ist Lotta aus Prokrastination zum Poetry Slam gekommen und dann für die Leidenschaft geblieben. Seitdem lassen sie die Bühnen nicht mehr los, die Begeisterung dafür aber auch nicht. 2019 stand sie in Berlin bei den deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam und im Finale der Hamburger Stadtmeisterschaften auf der Bühne. Mehrere ihrer Texte sind 2020 im Sammelwerk „Poesie“ des Dichter und Denker Verlages erschienen.

Foto: privat

Rebecca Faber lebt, schreibt und forscht in München. Sie ist als Literaturwissenschaftlerin an der LMU tätig und promovierte zu einer Autorin des 17. Jahrhunderts. Zufällig stieß sie dabei auf eine englische Prinzessin, über die sie nun den Roman „Im Protektorat“ schreibt. Seit 2019 kuratiert und organisiert sie zusammen mit Raphaela Bardutzky und Christina Madenach die Münchner Lesereihe „LIX – Literatur im HochX“. Sie ist außerdem Vorstandsvorsitzende des gemeinnützigen Vereins Wepsert e.V., der das feministische Onlinemagazin www.wepsert.de betreibt. Ziel des Vereins ist es unter anderem, weibliche und queere Künstler*innen sichtbar zu machen und zu fördern.

Foto: Stephan Rumpf

Ayşe Güvendiren, 1988 in Wien geboren, ist in München aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte Güvendiren zunächst Jura an der Universität Augsburg und dann Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ihre Regieausbildung absolvierte sie an der Otto Falckenberg Schule in München. Für ihre Abschlussarbeit „R-Faktor. Das Unfassbare“ erhielt Güvendiren den Preis Körber Studio Junge Regie 2020. In der Spielzeit 20/21 assistierte sie an den Münchner Kammerspielen.

Foto: privat

Anna Job hat einen Germanistik Magister und einen halben Informatik Games Engineering Bachelor. 2019 Teilnahme an der Bayerischen Akademie des Schreibens. Als freie (UX)- Texterin lebt sie mit einem Mann, zwei Kindern, zwei Katzen und vier Hühnern in München. Sie schreibt Lyrik und Kurzprosa und ist Mitglied der Schreibwerkstatt der Komparatistik an der LMU.

Foto: privat

Annegret Liepold (geb. 1990) hat Komparatistik und Politikwissenschaft in München und Paris studiert. Derzeit ist sie Mitarbeiterin der Bayerischen Akademie des Schreibens am Literaturhaus München und arbeitet an ihrem ersten Roman, der 2019 mit dem „Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreis“ der Stadt München ausgezeichnet wurde. Sie war Teilnehmerin der 15. Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung und erste Preisträgerin im Literatur-Update-Wettbewerb der Literaturstiftung Bayern. Ihr Live-Hörspiel „Überlandfahrt“, das in Zusammenarbeit mit dem Experimental-Musiker Oh Noh No  entstand, wurde 2020 von der Kulturstiftung Sachsen gefördert.

Foto: Tanja Kernweiss

Mira Mann ist Autorin und Musikerin. Sie ist Gründungsmitglied der Postpunk-Band Candelilla (2001-2017), mit der sie drei Alben veröffentlichte. Sie schreibt Texte für diverse Magazine und Zeitungen, macht monatlich die Sendung Text + Musik für Radio 80000 in München und arbeitet als Bookerin für Clubs und Festivals. Im Herbst 2019 veröffentlichte sie ihr Solo-Debüt-EP Ich mag das, eine musikalische Interpretation ihrer Gedichte der Angst  (Februar 2019, Parasitenpresse). Im April 2020 ist ihr zweiter Gedichtband Komm einfach (Parasitenpresse) erschienen, im Mai 2021  das Remix-Album Schau mich an (Seayou Rec) mit Beiträgen von ua Michaela Melián, Chicks on Speed und Konrad Wehrmeister. Aktuell schreibt Mann an einem neuen Album und tritt im Sommer auf Festivals und Openair-Veranstaltungen in Deutschland und Österreich auf. 

Foto: privat

Tristan Schnell, geb. 1999, studiert Germanistik und Mittelalter- und Renaissancestudien. Er schreibt seit seiner Schulzeit Prosa und Lyrik und ist Mitglied der neu gegründeten Schreibgruppe „Federführend“ an der LMU.

Foto: Georg Junge

Marcel Schneuer lebt in München und ist seit 2016 auf deutschsprachigen Bühnen als Poetry Slammer unterwegs. 2019 wurde er Thüringer Vize-Meister im Poetry Slam und Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften. An 2020 hat er erfolgreich teilgenommen und war „stehts bemüht“.

Foto: privat

Senka wurde 1993 in Novosibirsk geboren, studierte Literatur in Mainz und München, war 2010 beim „schreibzimmer“ im Frankfurter Literaturhaus und 2012 beim Treffen Junger Autor*innen in Berlin dabei, seit 2018 Alumni bei der Bayerischen Akademie des Schreibens. Schreibt hauptsächlich Phantastisches oder Realistisches, das sich phantastisch anfühlt.

Foto: Mathias R. Zausinger

Jan Struckmeier ist Theaterregisseur und Performer. Er war Mitglied der Lyrikgruppe JuLy in der Stadt(2011 – 2015). Ab 2014 befand er sich in einer selbstauferlegten Sprachkrise, während der er zu Soundcollagen seiner Gedichte tanzte. Seinen letzten Sprachtanz hatte er am Großen Tag der jungen Münchner Literatur 2015 – heimlich gefilmt bei youtube zu finden unter dem Titel LOST IM AUX Anschluss. Mit dem Versuch, eine Ode auf Sigmar Gabriel zu schreiben, gab Struckmeier die Lyrik auf. Jetzt stürzt er in neue Formate.

Foto: privat

Die gebürtige Straubingerin Verena Ullmann (*1989) ist Lyrikerin und Romanautorin. Sie studierte Romanistik und Kunstgeschichte in Regensburg, Clermont-Ferrand und München. Nach Stationen als Online-Redakteurin in Paris und Werbetexterin in München war sie zuletzt als Projektmanagerin im Verlagswesen tätig. Sie ist Gründungsmitglied der Autorengruppe Prosathek und gibt Schreib-Workshops. Für ihr Lyrikprojekt Wedafest erhielt Verena Ullmann 2017 den Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München. Außerdem wurde sie 2018 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Straubing und der Dr.-Franz-und-Astrid-Ritter-Stiftung ausgezeichnet. 2019 erschienen ihr Lyrikband Wedafest (Allitera Verlag) sowie ihr Debütroman Die Papageieninsel: oder Von der Kunst, sich selbst zu finden (Diederichs).

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s